Gaspreise der GEW Wilhelmshaven bleiben stabil

„Die Gaspreise der GEW Wilhelmshaven ändern sich durch den Krieg im Nahen Osten aktuell nicht, da die GEW die Gasmengen für diesen Winter frühzeitig beschafft und den Preis gesichert hat,“ erläutert Kai Rückstein, Vertriebsleiter der GEW Wilhelmshaven GmbH.
Die Preise für Erdgas sind zum Börsenstart am Montagmorgen höher in den Markt gekommen und haben sich gegen Mittag nach der Bekanntgabe der Sperrung der Straße von Hormus und der Einstellung des LNG-Exports aus Katar noch einmal sehr deutlich erhöht. Am Dienstag gehen die Preise, insbesondere auch für die kurzfristigen Lieferzeitpunkte, weiter deutlich nach oben.
Durch die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten LNG-Marktes transportiert. Solange dieser Weg blockiert ist, bzw. nicht gefahrlos von den LNG-Schiffen durchfahren werden kann, sind diese Gasmengen auf dem Weltmarkt nicht verfügbar.
Das LNG aus dieser Region wird überwiegend in den asiatischen Raum verschifft. Diese Abnehmer müssen ihr Erdgas nun woanders kaufen und somit auch auf die Mengen von Lieferanten bieten, die bislang ihr Erdgas nach Europa verkaufen. Hier trifft also eine weltweit sinkende Angebotsmenge auf eine gleichbleibende Nachfrage. Das führt zu den steigenden Preisen an den Börsen.
Entscheidend für die zukünftigen Gaspreise, auch für die Preise der GEW, ist nun die Dauer des Konflikts. „Sollte die jetzige Situation länger anhalten, und die Beschaffungspreise auf dem jetzigen Niveau bleiben, werden die Kundenpreise deutschlandweit steigen. Aber nochmal: In den nächsten Monaten wird es keine Veränderung der Gaspreise für GEW-Kunden geben“, versichert Kai Rückstein und ergänzt: „Dies gilt auch für unsere Strompreise“.
Die deutschen Gasspeicher sind derzeit zu 20 bis 21% gefüllt. Der Füllstand hat sich in den letzten Tagen leicht erhöht.

