GEW Wilhelmshaven

28. Juli 2021

Kollegen organisieren Spendentransport nach Hellenthal

Mit unseren Transportfahrzeugen und Spenden vieler MitarbeiterInnen ging es ins Hochwassergebiet in die Eifel.

Die Bilder und Berichte aus den Hochwassergebieten haben niemanden kaltgelassen. Eine Gruppe Wilhelmshavener wollte die Menschen vor Ort tatkräftig unterstützen und organisierte kurzerhand einen Spendentransport. Sechs Leute, darunter fünf Kollegen von uns, machten sich am Wochenende selbst auf den Weg nach Hellenthal in der Eifel.

Entstanden ist die Idee nach einem Austausch von Mitgliedern der ‚Interessengemeinschaft Glücksbringer für alle Pfötchen‘, ein gemeinnütziger Verein für Not leidende Tiere. Eine Familie aus Hellenthal machte mit einem Hilferuf auf die Situation aufmerksam.

Mit ihren beiden kleinen Söhnen, einem Hund und 3 Katzen wohnt die Familie seit Jahren in Hellenthal. Sie wurden von der Flutkatastrophe förmlich überrollt: Reißende Wassermassen flutenden das Dorf, Menschen kamen ums Leben, Gastanks wurden mitgerissen, Autos und Häuser, liebevoll angelegte Gärten zerstört.

Spenden dringend notwendig

Die Situation im Dorf gestaltet sich nach der Flut mehr als schwierig. Lebensmittelspenden kommen selten an. Das Trinkwasser ist verseucht, selbst Abkochen hilft nicht wirklich, zumal die Strom- und Gasversorgung unterbrochen ist. Notstromaggregate, Gaskocher sind wenigstens eine kleine Hilfe. Hinzu kommt, dass sich viele alleinstehende alte Menschen  nicht mehr selbst helfen können und sich auch schämen, Spenden anzunehmen.

Schnell war klar: Den Menschen in Hellenthal muss geholfen werden. Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Bekleidung, Tierfutter, Hygieneartikel, Babynahrung galt es zu besorgen. Durch den Spendenaufruf der ‚Glücksbringer für alle Pfötchen‘ kamen schnell zahlreiche Sach- und Geldspenden zusammen. Das Tierheim Wilhelmshaven half mit einer riesigen Futterspende, stellte mehrere Kartons beschichteter Handschuhe und drei große Säcke Handtücher zur Verfügung. Mit reichlich Lebensmitteln, Sandsäcken und 15 Heizlüftern machte sich die Gruppe dann auf den Weg in die Eifel.

Um die Spenden ins betroffene Gebiet zu liefern, reichte ein privater PKW nicht aus. GEW Wilhelmshaven stellte zwei große Transporter zur Verfügung. Die Wilhelmshavener Helfer fragten kurzerhand ihren den lokalen Energieversorger um Unterstützung. Die Geschäftsleitung stimmte spontan zu, ebenso wie die Mitarbeiter mit zahlreichen Spenden dem Aufruf folgten.

Einkaufen, verstauen und testen

Mit den Spendengeldern füllten sich die Einkaufswagen schnell. Als der Marktleiter erfuhr, wofür diese riesige Menge an Wasser und Lebensmitteln benötigt wird, gab es spontan 10 Prozent Rabatt auf diesen Großeinkauf. Im Baumarkt wurden 15 Heizlüfter gekauft, damit wenigstens ein bisschen Wärme in die klatschnassen Häuser kommen würde. Zusätzlich erreichte unsere Kollegen die Frage, ob es hier in der Gegend noch Sandsäcke gäbe, damit man sich für den nächsten Starkregen wappnen könne. In den Krisengebieten waren diese nicht mehr zu bekommen. In Oldenburg gab es tatsächlich noch einen Bestand von 850 Stück. Gekauft.

Kurz vor der Abfahrt ging es noch schnell zum testen.

Was war noch zu beachten? Da noch nicht alle Helfer, die nach Hellenthal fuhren, vollständig geimpft waren, ließen sich alle testen. Das mobile Testangebot von Jan Alter stand um 7.00 Uhr am Abfahrtstag parat und führte alle Tests vorschriftsmäßig durch. Der erwartete das Team mit einer großen Kanne Kaffee und den heißgeliebten Teststäbchen. Tests waren wie erwartet negativ. Um 7.20 Uhr ging es auf die Autobahn Richtung Hellenthal.

Nach sieben Stunden Fahrzeit ist die Zerstörung nicht zu übersehen. Die Kontaktfamilie begrüßt die Helfer erleichtert und mit offenen Armen. Man kann ihnen die Strapazen deutlich ansehen. Ihr Keller ist komplett überflutet, das Erdgeschoss nicht mehr bewohnbar. Das Haus saugt die Feuchtigkeit wie ein Schwamm auf: Klatschnasse Wände, auf dem Boden eine rotbraune Schicht aus Wasser und Schlamm. Vor dem Haus stapeln sich Möbel, Hausrat, Elektrogeräte – alle zerstört oder defekt.

Schnell verfrachtet die Gruppe die Spenden in eine große Doppelgarage. Von hier aus will die Familie die Sachen an die Menschen aus dem Dorf verteilen; noch am selben Abend beginnen sie damit. Einige holen sich Wasserrationen und Lebensmittel selbst ab. Die Menschen im Ort sind mit den Aufräumarbeiten beschäftigt und versuchen, ihre Häuser wieder bewohnbar zu machen.

Übrigens hat die Gemeinde Hellenthal im Vorfeld auf Nachfrage die Sachspenden abgelehnt. Begründung: Es wären ausreichend Spenden vorhanden. Geld dürfte aber gern gespendet werden.

 

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