1. Juni 2022

Mit Vollgas in die Zukunft – Marktraumumstellung

Ab 2026 wird GEW Wilhelmshaven Gas mit einem höheren Brennwert verwenden.

Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Manche bereits Jahre vorher. Christoph Michael kann das nur bestätigen. Als Abteilungsleiter Betrieb-Netze ist der Diplom-Ingenieur bei GEW Wilhelmshaven  zuständig für die sogenannte Marktraum-Umstellung und weiß somit schon heute: „2026 werden wir bei der Gasversorgung von L- auf H-Gas umsteigen.“

Hinter den Kulissen sind deshalb inzwischen die Vorbereitungen angelaufen. Der Wechsel wird notwendig, da die Fördermengen des L-Gases („Low calorific gas“) aus deutschen undniederländischen Quellen  weiter sinken.  Bereits in wenigen Jahren exportieren die Niederlande nach aktuellem Stand kein L-Gas mehr nach Deutschland. „Deshalb passen wir unsere Leitungen,Anlagen und – ganz wichtig – die Kundengeräte an“, so Christoph Michael weiter.

Was einst gelang, wird auch heute gelingen
„Für uns ist dies die größte Veränderung seit der flächendeckenden Einführung des Erdgases im Frühjahr 1967“, betont Jens-Peter Dünnhaupt mit Hinweis auf die 10.000 Haushalte, die seinerzeit über das 327,4 Kilometer lange Verteilernetz versorgt wurden. Sechs Millionen D-Mark investierte der Energieversorger in das Großprojekt, so der Stabsstellenleiter Beauftragtenwesen. Fast 100 Jahre lang war auf dem GEW-Gelände in der Rheinstraße Steinkohlegas, besser bekannt als Stadtgas, produziert worden.

„Um die Wilhelmshavener für den neuen Brennstoff zu begeistern, wurden Beratungsstellen und Lehrküchen eingerichtet. Damit machte man gleichzeitig Werbung für die modernen Gasherde und Backöfen“, erläutert der  Diplom-Ingenieur. Und das ausgesprochen erfolgreich. Zeitungsfotos aus jenen Tagen zeigen unzählige ausrangierte Kochstätten, die sich vor den Häusern türmten: „Die Anpassungskosten für die umbaufähigen  Haushaltsgeräte haben wir damals übernommen.“ Daran ändert sich auch über ein halbes Jahrhundert später nichts. „Unseren Kunden werden die Umrüstungsarbeiten in einem ersten Schritt nicht in Rechnung gestellt“,  unterstreicht Christoph Michael. Denn die Kosten werden bundesweit in Form eines Netzentgeltes auf alle Gaskunden umgelegt. Nur in dem unwahrscheinlichen Fall, dass ein Gasgerät nicht angepasst werden kann, fallen Kosten für ein Neugerät an. Mehr als 50.000 Gasgeräte müssen allein in Wilhelmshaven umgestellt werden. Das betrifft Gasherde und Heizungen in Wohnungen übrigens ebenso wie gewerblich oder industriell genutzte  Gasgeräte. Eine logistische Mammutaufgabe.

 

Kontinuierliche Aufklärung im Stadtgebiet
„Demzufolge haben wir ein externes Projekt- und Qualitätsmanagement beauftragt, das ungefähr ab 2022 vor Ort ein sogenanntes Erdgas-Büro betreiben wird“, skizziert Christoph Michael die Herangehensweise. Diese Nähe zu  den Wilhelmshavenern ist für ihn die logische Konsequenz aus der Firmenphilosophie des lokalen Energieversorgers. Parallel dazu werden im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung zertifizierte Partnerunternehmen  gesucht, die zunächst sämtliche gasbetriebenen Geräte erfassen und später, in einem zweiten Schritt, anpassen werden.

Der nächste Schritt wird 2024 die offizielle Erhebung sein. Dabei werden sowohl in den privaten Haushalten als auch bei den Unternehmen jedes betroffene Gerät und jede Anlage von Experten in Augenschein genommen. Dadurch wird gewährleistet, dass sich die technische Anpassung später problemlos vornehmen lässt: „Mit der eigentlichen Umstellung beginnen wir nach dem derzeitigen Stand im Frühjahr 2026. In diesem Zusammenhang  planen wir, unser Versorgungsgebiet in fünf Schaltbezirke einzuteilen und diese sukzessive bis zum Herbst abgearbeitet zu haben.“ Um diese Phase für ihre Kunden so reibungslos wie möglich zu gestalten, wird GEW  Wilhelmshaven individuelle Termine für die Erhebung und Anpassung vergeben: „Da wir in der Regel zwei Hausbesuche abstatten müssen, setzen wir auf das Verständnis und die Kooperation der Wilhelmshavener.“ Dieses  gelebte Miteinander zwischen den Bürgern und ihrem Energieversorger blickt auf eine lange und nachhaltig gewachsene Tradition zurück. Angefangen mit 169 gasbetrieben Straßenlaternen im Jahr 1869. Damit wurde  Wilhelmshaven zur ersten Stadt Deutschlands, die seit ihrer Gründung mit einer Gasversorgung aufgewachsen ist. Das verbindet. Aktuell liegt die Anschlussquote daher bei über 95 Prozent.

 

 

 

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