Über 150 Jahre Geschichte

Unsere Unternehmensgeschichte von 1856 bis heute im Zeitraffer.


2013

Der Konzessionsvertrag für die Gas- und Stromversorgung wird durch die Stadt Wilhelmshaven verlängert.

Auch die Wassergewinnung - und damit die Trinkwasserversorgung - der Stadt wird in Zukunft ebenfalls in den Händen der GEW bleiben.
Die Landkreise Friesland und Wittmund haben die Verträge für die Bewilligungen zur Entnahme von Grundwasser für jeweils weitere 30 Jahre verlängert.


2012

Gemeinsam mit der Sparkasse Wilhelmshaven wurde das erste Elektroauto angeschafft. 

Ebenfalls können ab sofort alle Elektroautos an der neuen E-Tankstelle auf dem Sparkassenparkplatz in der Montsstraße "e-tanken".


2011

Das GEW info-Zentrum erstrahlt in neuem Glanz. Im September wurde das neu renovierte Info-Zentrum, mit neuer Ausstellung, vorgestellt. 


2011

Die ersten E-Bike-Ladesäulen in Wilhelmshaven, 

eine an der südlichen Seite der KW-Brücke und eine vor dem Restaurant Antonslust,

wurden in Betrieb genommen.


2007

GEW eröffnet die neue Wassererlebniswelt acvaviva im Wasserwerk Feldhausen.


2003

Erdgas tanken in WHV - Auf dem Gelände von Mercedes-Benz Rosier im Dodoweg 29 geht die GEW-Erdgastankstelle in Betrieb.


2003

Die Wasserversorgung in Wilhelmshaven feiert ihren 125. Geburtstag. Der Firmenname wird von „GEW Gas, Elektrizität und Wasser Wilhelmshaven GmbH“ in GEW Wilhelmshaven GmbH geändert.
Im Jade-Windpark geht die größte Windkraftanlage der Welt, die Enercon-Windenergieanlage E-112, in Betrieb.


2002

Am 1. August 2002 wird der Bereich Wasserversorgung mit seinen Beschäftigten von den Stadtwerken auf die GEW übertragen.


2001

Im Jade-Windpark ersetzen zwei neue, leistungsfähigere Dreiflügelanlagen die drei einflügeligen Windgeneratoren MONOPTEROS 50.
Der Rat der Stadt beschließt die Gründung einer städtischen Holding und das Einbringen der Wasserversorgung in die GEW.


2000

Zertifizierung der GEW nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001.


1996

Gründung der Wilhelmshavener TeleCommunications GmbH (WiCOM) durch die GEW.


1995

Die Gas- und Elektrizitätswerke Wilhelmshaven GmbH wird 75 Jahre alt.


1993

Gründung der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG), die im Jahr 1999 durch die Stadt übernommen wird.


1989

Die GEW nimmt die gezielte Förderung des Deponiegases der Mülldeponie im Rüstringer Groden auf und leitet es über einen Verdichter und eine Gastrocknungsanlage in das 3,7 km entfernte Blockheizkraftwerk im Marinestützpunkt.
Im gleichen Jahr wird der Jade-Windpark in Betrieb genommen.


1988

Das GEW-Info-Zentrum in der Rheinstraße 52 öffnet seine Pforten. 


1987

Bau des Blockheizkraftwerks am Marinestützpunkt Heppenser Groden.


1986

Am 12. Mai 1986 wird die Jade-Windenergie Wilhelmshaven GmbH, Tochterunternehmen der Gas- und Elektrizitätswerke Wilhelmshaven GmbH, gegründet.


1983

Bau des Blockheizkraftwerks am Reinhard-Nieter-Krankenhaus.


1976

Fertigstellung des 1. Bauabschnitts des Verwaltungsgebäudes der Gas- und Elektrizitätswerke Wilhelmshaven GmbH in der Nahestraße. Im gleichen Jahr wird außerdem der Bau des 720 MW- Kraftwerks der PreußenElektra im Rüstersieler Groden abgeschlossen.


1973

Der Neubau des zentralen Wasserwerkes Feldhausen ersetzt die veralteten Werke Feldhausen, Moorhausen und Moorsum.


1970

Im 50. Jahr nach der Gründung: Umbenennung der Gas- und Elektrizitätswerke Wilhelmshaven-Rüstringen GmbH in Gas- und Elektrizitätswerke Wilhelmshaven GmbH.
Das neu erbaute Wasserwerk Kleinhorsten geht in Betrieb und entlastet unter anderem das renovierungsbedürftige Wasserwerk Feldhausen.


1966

Die Stromversorgung in den Nordgebieten der Stadt wird von der Energieversorgung Weser-Ems an die Wilhelmshavener Gas- und Elektrizitätswerke zurückgegeben. Im gleichen Jahr beginnt die Umstellung der Gasversorgung von dem aus der Steinkohleverkokung gewonnenen Stadtgas auf Erdgas, die 1968 mit der Stilllegung des Gaswerkes abgeschlossen werden kann.


1961

Das Wasserwerk Feldhausen geht in das Eigentum der Stadt Wilhelmshaven über. 


1947

Das Südkraftwerk wird von PreußenElektra gepachtet, von wo aus die Stadt bis 1960 zusätzlich mit Strom versorgt wird.
Der Zweckverband Jade-Weserwerke wird gegründet, weil mit den bisherigen Strukturen die gewaltigen Nachkriegsprobleme bei der Trinkwasserversorgung nicht in den Griff zu bekommen sind. Fast 17 Prozent der Förderung gehen zu diesem Zeitpunkt immer noch verloren.


1945

Bei Kriegsende verfügt die Gas- und Elektrizitätswerke Wilhelmshaven-Rüstringen GmbH noch über 12 km 20 kV-Leitungen, 40 km 5 kV-Leitungen, 41 Netzstationen und 2 abnehmereigene Umspannstationen. Außerdem über 48 km 5 kV-Leitungen mit 39 Netzstationen im Marine- und Werftgelände.
Aus Luftschutzgründen war Wilhelmshaven 1942 an die Ferngasversorgung Weser-Ems angeschlossen worden.
Besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen war die Wasserversorgung. Bombenabwürfe hatten immer wieder zu Verlusten zwischen 30 bis 40 Prozent der Förderung geführt! Die Reparaturkolonnen waren zum Teil Tag und Nacht unterwegs – trotzdem war die Wiederaufbauhypothek für die Nachkriegsgeneration enorm.


1943

Die Energieversorgung Weser-Ems AG wird gegründet.


1933

Das NS-Regime nimmt Einfluss auf die Versorgungssituation in Wilhelmshaven und Umgebung: Der Gas- und Elektrizitätswerk-Gründer Emil Bartelt (Wilhelmshavens Oberbürgermeister und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung) wird entlassen.
Der Landeselektrizitätsverband (LEV) wird gegründet. 


1929

Die Stadt Rüstringen lässt in den Neubau ihres Rathauses auch gleich den dringend notwendigen Wasserturm mit integrieren.


1928

Die Stadt Jever wird mit einer 21 km langen Leitung an das Wasserwerk Feldhausen angeschlossen.


1922

Am 14. März 1922 vollzieht die Stadt Rüstringen den Beitritt zur Gas- und Elektrizitätswerke Wilhelmshaven-Rüstringen GmbH.
In diesem Jahr kommt es zu einem Wasserlieferungsvertrag mit der Landesfinanzverwaltung. Damit können die endlosen Querelen wegen der Wasserversorgung zwischen Admiralität und Zivilverwaltung endlich ad acta gelegt werden.


1920

Nachdem im Jahr zuvor das Oechelhäusersche Gasversorgungsmonopol ausgelaufen ist, kommt es am 10. April 1920 zur Gründung der Gas- und Elektrizitätswerke Wilhelmshaven-Rüstringen GmbH durch die Stadt Wilhelmshaven und die Thüringer Gasgesellschaft. Initiator ist Wilhelmshavens Oberbürgermeister Emil Bartelt.


1912

Elektrische Straßenbahnen fahren durch Wilhelmshaven und Rüstringen. 


1911

Die stadteigene Stromversorgung Rüstringen übernimmt die Stromversorgung in Sande und Schortens. Rüstringen kauft außerdem der Kontinentalen Wasserwerksgesellschaft Berlin das Wasserwerk Moorhausen für 2 150 000 Mark ab.
Außerdem wird der Bau des 3. Wasserturms an der Bismarckstraße (Kurpark) abgeschlossen werden. 


1910

Beginn der gemeindeübergreifenden Stromversorgung in Heppens, Neuende und Wilhelmshaven.


1909

Vertragsabschluss zwischen Siemens Elektrische Betriebe Berlin (SEB) und den Jadegemeinden zur elektrischen Überlandversorgung mit hochgespanntem Drehstrom aus dem nahen Torfkraftwerk Wiesmoor. Zugleich Beginn der gemeindeeigenen Stromversorgung in Bant.


1907

Die elektrisch angetriebene Kaiser-Wilhelm-Brücke geht als größte Drehbrücke Europas in Betrieb.


1906

Die Thüringer Gasgesellschaft kauft die Gaswerke in Wilhelmshaven vom Unternehmen Oechelhäuser.
Die Gemeinde Bant verhandelt mit AEG über den Bau eines Elektrizitätswerkes.


1904

Sechs private Blockzentralen erzeugen Gleichstrom in Wilhelmshaven und den umliegenden Gemeinden.


1903

Beginn des Baus des marineeigenen Nordkraftwerks als erstes Dampfturbinenkraftwerk Deutschlands, Fertigstellung im Jahr 1905.


1900

Um das Jahr 1900 wird das Rohrnetz zur Wasserversorgung der Wohnstraßen in den Jadegemeinden fertiggestellt.


1899

Am 12. August gibt es endlich auch in Rüstringen Trinkwasser in ausreichender Menge. Lange Jahre hinweg hatten sich die oldenburgischen Gemeinden Bant, Heppens und Neuende vergeblich um eine funktionsfähige Trinkwasserversorgung bemüht. 1899 schließlich nimmt die Kontinentale Wasserwerksgesellschaft AG aus Berlin ihr neu errichtetes Wasserwerk Moorhausen in Betrieb und beliefert die Gemeinden über eine Leitung, die von Moorhausen über Sillenstede nach Rüstringen zum neuen Wasserturm zu Sedan führt.
Nach dem neuesten Stand der Technik gibt es im Werk Moorhausen bereits Filterbrunnen und eine Anlage zum Entzug von Eisen und Kohlensäure!


1897

Die Gemeinde Heppens schließt mit Oechelhäuser einen Gaskonzessionsvertrag ab.
Mit dem Bau eines zweiten Trinkwasserstranges von Feldhausen nach Wilhelmshaven wird die Wasserversorgung weiter optimiert. Trotzdem gibt es – wegen der Höhe der Gebühren und der häufigen Rohrbrüche – immer wieder Auseinandersetzungen mit der Admiralität. 


1896

Um die steigende Nachfrage nach Gas zu befriedigen, wird im Jahr 1896 "zwischen Kopperhörn und Sedan", auf dem südlich der Bismarckstraße gelegenen Grundstück, ein zweites Gaswerk errichtet. Dieses betreiben die Verantwortlichen bis zum Jahr 1917.
Oechelhäuser schließt mit der Gemeinde Bant einen Gaskonzessionsvertrag ab. 


1885

In diesem Jahr wird in die Wilhelmshavener Garnisonskirche die erste Gasheizung eingebaut.


1878

Nachdem es in den Jahren zuvor immer wieder Probleme mit der Wasserversorgung gegeben hatte – Zivilpersonen durften nur begrenzt Wasser an den wenigen Wasserstellen und Brunnen entnehmen, Kriegsschiffe mussten Trinkwasser zum Teil in anderen Häfen aufnehmen – und in Feldhausen zugleich überaus erfolgreich nach Trinkwasser gebohrt worden war, macht die Marine Ende der 70er Jahre "klar Schiff" in Sachen Trinkwasser. Ab 1877 wurde eine Wasserleitung von Feldhausen nach Wilhelmshaven gebaut und am 30. März 1878 fließt in Wilhelmshaven das erste Feldhausener Wasser aus den Rohrleitungen. Um Bedarfsschwankungen besser ausgleichen zu können, erbauen die Verantwortlichen außerdem den zweiten Wasserturm an der Ecke Göker- und Bremer Straße.
Die Ära der Trinkwasserversorgung aus Ziehbrunnen, Zisternen oder Gräben war damit für einen großen Teil der Bevölkerung endgültig beendet. 


1877

Die Marine baut das erste Wasserwerk in Feldhausen. 


1875

Philipp Otto Oechelhäuser erbohrt im Auftrag der Marine eine sehr ergiebige Wasserader bei Feldhausen im Barkeler Busch.


1873

Wilhelmshaven erhält eine Kommunalverfassung.


1870

Wenige Monate nach der Vertragsunterzeichnung wird im März des Jahres 1870 die Absicht, eine Gasanstalt zu errichten, in der Wilhelmshavener Presse angekündigt. So schreibt es die Gewerbeordnung vor.
Auf dem Gelände zwischen Rheinstraße, Mainstraße, Weserstraße und Nahestraße, auf dem sich die Betriebs- und Verwaltungsgebäude der GEW Wilhelmshaven GmbH noch heute befinden, wird die Gasanstalt im Jahr 1870 erbaut. Fast 100 Jahre – bis 1968 – wird hier Gas produziert.


1869

Am 28. September 1869 unterzeichnen Vizeadmiral Eduard von Jachmann vom Marine-Ministerium, der Unternehmer Carl Egells und der Ingenieur Philipp Otto Oechelhäuser in Berlin den Vertrag zur Gasversorgung Wilhelmshavens.

Philipp Otto Oechelhäuser (1825-1900) stammt aus Siegen, lebte bis 1864 in Varel, gründete dann in Berlin sein Unternehmen zum Bau und Betrieb von Gas- und Wasserwerken.

Der technische Sachverstand des Ingenieurs war Grundlage für Wilhelmshavens Energieversorgung. "Das Königliche Marine-Ministerium verleiht hierdurch den Unternehmern für die Dauer des Contractes das aus-/einschließliche Recht ..." so beginnt der Text des Vertrages, der die Geburtsstunde der Gasversorgung in Wilhelmshaven besiegelt.


1868

Eine weitere Trinkwasserbohrung wird in der Gökerstraße niedergebracht. Diese erschließt am 18. November 1868 in 270 Meter Tiefe ein Wasservorkommen, das für die Versorgung des Marinehafens endlich als ausreichend erachtet wird. Die Versorgung der Stadt, die sich um das "Marine-Etablissement" herum entwickelt, steht dabei nicht im Vordergrund. So kommt es in der Folgezeit immer wieder zu Auseinandersetzungen um das kostbare Nass.


1865

Nach dem Scheitern Ludwig Wittes machen sich der Geheime Oberbergrat Krug aus Nidda, der Bohrinspektor Zobel aus Elmen und der königliche Bohrmeister Grund daran, Trinkwasser in nutzbaren Mengen zu erschließen. Auf dem Gelände Roonstraße 56 erschließen die Männer mit ihren Mitarbeitern am 17. Januar 1865 in 200 Metern Tiefe schließlich eine mächtige, süßwasserführende Sandschicht.


1856

Drei Jahre nach dem Beschluss von Preußen und Oldenburg, einen Kriegshafen an der Jade (Jadevertrag) zu gründen, scheitert der dazu dringend erforderliche erste Trinkwasserbohrversuch durch den Ingenieur Ludwig Witt wegen eines Treibsandeinbruchs in 27 Meter Tiefe. Witt scheitert auch in den Folgejahren immer wieder an der schwierigen geologischen und hydrologischen Situation.
Diese Gebäude des Feldhausener Wasserwerkes von 1878 dienen heute als Werkstätten.

Die Berliner Admiralität am Leipziger Platz, wo der Vertrag unterzeichnet wird. Das 1850 von Friedrich Hitzig erbaute Gebäude steht mittlerweile nicht mehr.

Eduard von Jachmann (1822-1887), technikbegeisterter Vizeadmiral im Marine-Ministerium Berlin, beauftragt Philipp Otto Oechelhäuser und Carl Egells auf 50 Jahre mit der Gasherstellung in Wilhelmshaven.

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