Energiespartipps

 
 

Kochen: mit Sparflamme genauso lecker

Bitte mit Deckel

Auf jeden Topf passt ein Deckel: Im geschlossenen Topf kocht Wasser viel schneller, weil die Hitze nicht permanent entweicht. Sobald das Wasser kocht, kann die Temperatur zum Fortkochen - mit geschlossenem Deckel - auf kleine Flamme gestellt werden. Dass man Nudeln offen kochen und Olivenöl ins Wasser kippen muss, kann man zwar "glauben", aber sinnvoll ist es nicht.

Herdplatte und Kochgeschirr als passendes Paar

Sie kochen und braten energiesparend, indem Sie Topf oder Pfanne nie kleiner als die Herdplatte wählen. Sonst geht Wärmeenergie ungenutzt verloren. Weiterer Vorteil, wenn Wärmequelle und Kochgeschirrboden zueinanderpassen: Durch die optimale Wärmeübertragung wird das Gericht früher fertig.

Dünsten und kochen mit wenig Wasser

Je mehr Wasser kochen soll, desto höher der Energieverbrauch. Gemüse sollte man mit wenig Wasser in großflächigen Töpfen gut verteilt dünsten. Auf diese Weise bleiben Vitamine erhalten und sie kochen energiesparend. Auch Kartoffeln brauchen nur so viel Wasser, dass das Kochgut soeben bedeckt ist.


Durchlauferhitzer: nicht mehr als nötig

50 °C genügen

Laut Bund der Energieverbraucher sind 50 Grad völlig ausreichend für den täglichen Bedarf. Für viele Durchlauferhitzer bedeutet dies, den Regler auf ungefähr die Mitte zu stellen. Höhere Temperaturen verschwenden Energie und führen zu schnellerer Verkalkung der Leitungen.

Zapfstellen: Position "kalt" als Standard

Ihr Durchlauferhitzer springt jedes Mal an, wenn an einer Zapfstelle warmes Wasser angefordert wird. Ein Wasserhahn, der auf warm steht, bedeutet für den Durchlauferhitzer, bei Wassernachfrage sofort Wasser zu erhitzen. Oft brauchen Sie aber gar kein warmes Wasser, bzw. bis das Wasser warm wird, haben Sie den Wasserhahn schon wieder zugedreht, z. B. beim Händewaschen. Ergebnis: Der Durchlauferhitzer ist unnütz angesprungen, weil das warme Wasser in der kurzen Zeit gar nicht ankommen konnte. Einfache Sparmaßnahme: Alle Wasserhähne prinzipiell auf "kalt" stellen und erst dann auf "warm", wenn Sie tatsächlich warmes Wasser benötigen.


Schmutzige Wäsche waschen und dabei sauber sparen

Volle Waschmaschine = volle Effizienz

Ein Waschgang mit halbvoller Waschmaschine verschwendet Energie. Zwei Waschdurchläufe mit halber Füllmenge verbrauchen mehr Energie als einer mit voller Maschine. Nutzen Sie daher die Maschinenkapazität aus. Nur bei Woll- und Feinwäsche sollte die Trommel nicht ganz voll sein.
Haben Sie wirklich einmal wenig Wäsche, die dringend gereinigt werden muss, wählen Sie das "Sparprogramm ½". Dabei bezieht sich "½" nur auf die Füllmenge, nicht aber auf den Wasserverbrauch. Sie sparen also etwas Strom, aber kein Wasser.

Wassermenge und Temperatur: Sparen programmieren

Der Stromverbrauch einer Waschmaschine hängt wesentlich davon ab, wie viel Wasser für den Waschgang benötigt wird und bei welcher Temperatur gewaschen wird: je niedriger die Temperatur und je geringer die zu erhitzende Wassermenge, desto weniger Strom benötigen Sie. Wählen Sie also immer die für den jeweiligen Waschvorgang niedrigste erforderliche Temperatur und das sparsamste Programm aus.


Heizung: größter Verbraucher = größtes Sparpotenzial

Jedes Grad zählt

Die Heizung ist im normalen Haushalt der größte Energieverbraucher: Sie beansprucht gut 70 Prozent der Gesamtmenge! Beim Beheizen der Räume schlägt jedes Grad Raumtemperatur auf der Heizkostenrechnung spürbar zu Buche: Ein Grad Wärme mehr bedeutet sechs Prozent mehr Kosten!

Temperatur nachts senken

Wenn Sie nachts die Temperatur um etwa fünf Grad senken, sparen Sie Wärmeenergie, ohne zu frieren, die Bettdecke wärmt ausreichend. Drehen Sie die Heizung ruhig schon zwei Stunden vorm Schlafengehen runter.

Sparen mit Reglersystem

Heizungsreglersysteme senken und erhöhen zu gewünschten Zeiten die Temperatur automatisch. Besonders für Berufstätige lohnt es sich, den Regler so zu programmieren, dass er abends die Temperatur senkt und sie erst kurz vor Feierabend wieder erhöht. Sie kommen dann in eine angenehm warme Wohnung und haben in der vorangegangenen Nacht sowie den ganzen Tag über viel Energie gespart.

Freikörperkultur

Heizkörper bitte nicht mit Vorhängen, langen Gardinen, (nasser) Wäsche oder Mobiliar abdecken. Statt der gewünschten Wärmezirkulation im Raum entstehen sonst ein Hitzestau am Heizkörper(thermostat) und kühlere Bereiche im selben Zimmer. Ohne ihre volle Wirkung zu entfalten, verbraucht die Heizung mehr Energie. An den kühleren Zimmerstellen kann sich zudem Kondenswasser absetzen und Schimmelbildung begünstigen.

Raumtemperaturen ganz nach Bedarf

Da jedes Grad Zimmertemperatur weniger 6 % Heizkosten spart, sollten die Temperaturen in den einzelnen Zimmern der jeweiligen Nutzung entsprechen: Empfohlen werden für Wohnzimmer und Kinderzimmer etwa 20 °C. Räume, in denen man sich nicht länger aufhält, wie Bad oder Küche, können auch bei niedrigeren Temperaturen benutzt werden. Wichtig: Bei unterschiedlichen Temperaturen in den verschiedenen Räumen die Türen immer geschlossen halten, da sich sonst die Wärme in der gesamten Wohnung gleichmäßig verteilt und die Heizung stärker nachheizt.
Im Schlafzimmer kann die Heizung tagsüber heruntergedreht werden. Die richtige Einstellung der individuell benötigten Zimmertemperatur dämpft im Laufe eines Jahres die Heizkosten ganz erheblich.

Richtig lüften: kurz und kräftig

Am energiesparendsten lüften Sie, wenn Sie die Fenster für kurze Zeit ganz öffnen, anstatt sie für lange Zeit zu kippen. Fünf Minuten Stoßlüften reichen fast immer für genügend Frischluft. Besonders effizient ist das Lüften von mehreren Räumen gleichzeitig: Öffnen Sie alle Türen und Fenster der gewünschten Räume: Der entstehende Durchzug beschleunigt den Luftaustausch.

Beim Stoßlüften bleibt die in Böden, Wänden und Möbeln gespeicherte Wärme im Raum, nur die Luft wird zügig ausgetauscht, schon nach wenigen Minuten atmen sie frische Luft in alter Wärme.

Aber nicht vergessen: Vorm Fensteröffnen bitte Heizkörper zudrehen!

Permanentes Heizen schlägt "volle Pulle"

Klingt eigentlich plausibel: "Heizung auf volle Pulle bei Bedarf". Ein weitverbreiteter Irrglaube: Insgesamt wird so mehr Energie verbraucht als bei permanentem Beheizen auf geringerem Temperaturniveau. Erstens kühlen die Räume so nicht aus und zweitens steuert der Heizkörperthermostat den Heizbedarf automatisch: Mit ihm erreichen Sie Ihre persönliche Wunschtemperatur, allerdings nicht wie bei einem An-Aus-Schalter direkt und sofort, indem Sie entweder auf 0 oder auf 5 stellen, um die Temperatur zu senken oder zu erhöhen. Einen gängigen

Temperaturregler mit den Stufen 1-5 nutzen Sie wie folgt:

  1. Nachts verhindert die Position 1-2 das Auskühlen der Räume.
  2. Nur bei längerer Nichtnutzung eines Raumes macht es Sinn, auf 0 zu stellen.
  3. Zum Erhöhen der Raumtemperatur den Regler nur schrittweise um einen halben oder einen Punkt weiterdrehen. Die Heizung steuert die dazu benötigte Wärme selbst und heizt anfangs stark, um den Temperaturanstieg zu erreichen. Danach schaltet sie auch selbständig aus, ohne dass der Regler betätigt werden müsste.
  4. Stufe 5 bedeutet immer "Heizen ohne Limit", da das eingebaute Thermometer deaktiviert wird.

Luft ablassen - besonders wenn's blubbert

Mangelnde Zirkulation des Wassers im Heizsystem schluckt wertvolle Energie. Sie hören es an komischen, oft blubbernd-glucksenden Geräuschen oder fühlen eine ungleiche Wärmeverteilung am Heizkörper. Entlüften Sie die Heizkörper durch Öffnen des Ventils.

Heizungsrohre: Gut isoliert ist so gut wie gespart

Heizungsrohre im Keller müssen isoliert sein. Das bríngt viel und kostet wenig. Selbsthaltende Schaumstoffmäntel für die Rohre gibt es in jedem Baumarkt für ein paar Euro. Am Besten ist es, die Heizungsrohre im ganzen Haus zu isolieren. Zwar kann man sagen, dass ein nicht isoliertes Heizungsrohr in einem Wohnraum oder Hausflur auch heizt, aber völlig unkontrolliert.
Bei einer Heizungserneuerung, sollte bei der gesamten Anlage auf maximale Isolierung geachtet werden. Jeden Euro den Sie heute für Wärmeschutz und Energieeffizienz ausgeben, sparen Sie bei den steigenden Energiekosten schon nach einigen Wintern wieder ein.

Wärme im Haus halten

Zum richtigen Beheizen von Räumlichkeiten gehört es auch, dafür Sorge zu tragen, dass die Wärme besser im Haus bleibt.

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